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im Mondscheintal

Sarek, Wanderung im September 2011

Wo sind wir hier? Als wir am Morgen aufwachen, ist nicht viel zu sehen. Alles ist triefend nass. Wir können bestenfalls bis zum Fluss gucken, der ganz in der Nähe unseres Zeltplatzes rauscht. Es ist unangenehm kühl und Schneeregen fliegt quer durch die Luft. Wir drehen uns noch einige Male um ...

Ist dort vorne nicht ein heller Schein, da wo der dicke Nebel nicht ganz so duster aussieht? Nein, es wird nicht besser. Wir bauen unser Zelt im Regen ab und marschieren los. Schon bald landen wir im Weidendickicht, wie schon tags zuvor. Wie kann ein Wald, der nur knapp übermannshoch ist und nördlich des Polarkreises wächst, nur derart urwaldmäßig wachsen? Sofern es möglich ist, gehen wir direkt am Flussufer oder gar auf dem Flusskies. Dort lässt es sich gut laufen, das Weidengestrüpp abseits vom Fluss hat etwas von einer gewissen Undurchdringlichkeit.

Wir gehen leicht bergauf, ab etwa 800m üNN keine Weiden mehr, welch Wohltat, wir haben die Baumgrenze endgültig überschritten. Es regnet und schneit immer noch aus tief hängenden Wolken. Da ein Bach, schon ein kleiner Fluss. Kommen wir hier trockenen Fußes durch? Wir gehen ein ganzes Stück den Berg hinauf, um vielleicht eine breitere und flachere Watstelle zu finden. Nein, wir müssen unsere Wanderschuhe ausziehen und die Sandalen für die Flussdurchquerung anziehen. Wir sind schon durchnässt und werden bei der eisigen Bach- /
Flussdurchquerung noch kälter. Am anderen Ufer angekommen, gehen wir die steile Böschung hinauf, es ist eisig kalt.

„Hast Du noch Lust?“ „Nein!“ „Wollen wir einfach hier bleiben?“ „Ja, hier bleiben wir!“ Wir bauen mit klammen Fingern unser Zelt auf, irgendwo in der weiten Wildnis. Es dauert einige Zeit, bis wir in unseren Schlafsäcken liegend wieder warm werden. Immer wieder gucken wir aus dem Zelt, das Wetter ist urig, und das ist in gewisser Weise auch faszinierend. Irgendwann klart es ein wenig auf, es wirbeln jedoch immer wieder Schneeflocken durch die Luft. Wir gehen noch einmal vor unser Zelt, es ist heller geworden, Schnee auf den Bergen, der Mond ist aufgegangen – wir waren im Mondscheintal!


Osterfeuer_Hx_Fackelschwimmer.jpg Panorama_Zeltnacht_Jot.jpg Sarvesvagge_Mond.jpg Eisegrimms_kalter_Atem.jpg das_Rentier_Silberbart.jpg

Kontakt:

Tore Straubhaar
Lütmarser Tal 30
37671 Höxter

Tel.: 05271 37042
e-mail: tore@tores-art.de

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