Skitour im Sarek Nationalpark

Einführung und Übersichtskarte

Als ich diesen Bericht schreibe, ist es wieder da dieses Gefühl, welches man hat, wenn man in den Bildern eines Urlaubs blättert. Ich sitze hier und frage mich - war ich überhaupt weg? Es ist so als wartete ich hier darauf, dass Harald gleich mit seinem Wohnmobil vorfährt und mich abholt… Wir haben uns verabredet, zusammen wollen wir in den hohen Norden Europas fahren, nach Schwedisch Lappland, ein ruhiges Stückchen Erde mit Ski, Pulka und Zelt erkunden. Im zweiten Teil des Urlaubs würde ich allein in einer anderen Gegend Lapplands unterwegs sein, ebenfalls mit Ski, Pulka und Zelt (dieser Reisebericht folgt später)… In Realität ist diese Zeit nun schon vorbei, eine unwahrscheinlich herrliche, intensive Zeit, in der wir zusammen und jeweils allein soooooo vieeeeel erlebt haben. Ich wünsche alle LeserInnen viel Spaß beim Lesen, vielleicht kann sich der ein oder andere in das Erlebte ein wenig hinein versetzen ...

Der Sarek Nationalpark im Norden Schwedens galt früher als die "letzte Wildnis" Europas. Wenn ich mich recht erinnere, fielen in Selma Lagerlöfs Buch "Nils Holgersson" die Worte "der Sarek ist Lappland". Wegen dieser Rufe ist dort im Sommer nun recht viel los, der menschliche Einfluss ist nicht übersehbar, also keine Wildnis mehr…

Trotzdem waren Harald und ich im ersten Teil unseres Urlaubs zusammen im Sarek Nationalpark, wie auch in den Nationalparken Stora Sjöfallet und Padjelanta, und zumindest was das Wetter betrifft, hat sich der Sarek ziemlich wild, kernig und ungestüm gezeigt. Von den ausgetrampelten Pfaden war nichts zu sehen, unsere Skispuren waren bei starkem Wind meist nach spätestens fünf Minuten nicht mehr zu sehen. Die vielen alpinen Gipfel haben sich nicht ein Mal unbedeckt gezeigt, aber es gab großartige Momente, zu denen sich die Sonne ein wenig gegen die Wolken durchsetzen konnte, die Berge ein wenig Ihrer wilden Schönheit Preis gaben, großartige Momente des Glück in dieser tollen Landschaft unterwegs sein zu dürfen ...